Safe Machine

Risikobeurteilung von Maschinen nach EN ISO 12100 in sechs Schritten

Die Risikobeurteilung ist keine Formalität am Projektende, sondern eine Eingabe für die Konstruktion. Dieser Beitrag folgt vollständig der Reihenfolge der EN ISO 12100.

Fachrevision: Redaktions- und Revisionsmethodik

1. Grenzen der Maschine festlegen

Dokumentieren Sie Funktion, Aufstellort, zugangsberechtigte Personen und vorgesehene Lebensdauer. Berücksichtigen Sie räumliche und zeitliche Grenzen, bestimmungsgemäße Verwendung und vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung.

2. Gefährdungen ermitteln

Betrachten Sie alle Lebensphasen: Transport, Montage, Inbetriebnahme, Normalbetrieb, Einrichten, Reinigung, Instandhaltung, Störungsbeseitigung und Entsorgung. Ermitteln Sie mechanische, elektrische, thermische, akustische und ergonomische Gefährdungen.

3. Risiko einschätzen und bewerten

Das Risiko verbindet das Ausmaß eines möglichen Schadens mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit. Berücksichtigen Sie Exposition, Eintritt des Gefährdungsereignisses und die Möglichkeit, den Schaden zu vermeiden oder zu begrenzen. Verwenden Sie durchgehend eine Methode.

4. Risiko in der richtigen Reihenfolge mindern

Wenden Sie die Drei-Stufen-Methode an: zuerst inhärent sichere Konstruktion, danach technische und ergänzende Schutzmaßnahmen und zuletzt Benutzerinformation. Anleitung und Warnhinweise dürfen mögliche konstruktive oder technische Maßnahmen nicht ersetzen.

5. Prüfen, ob die Maßnahme neue Risiken erzeugt

Eine Schutzeinrichtung, die wegen Behinderung der Arbeit entfernt wird, hat das Risiko nicht wirksam gemindert. Prüfen Sie jede Maßnahme am realen Arbeitsablauf und dokumentieren Sie jede Iteration.

6. Risikobeurteilung dokumentieren

Die Unterlagen müssen Vorgehen und Entscheidungsgründe zeigen: Maschinengrenzen, Gefährdungen, Risikoeinschätzung vor und nach Maßnahmen, Prüfung sowie Verweise auf angewandte Typ-B- und Typ-C-Normen.